Stromverbraucher im Haus – der Schlüssel zur richtigen PV-Planung
Nicht die Anzahl der Module entscheidet über eine gute Photovoltaikanlage, sondern wie gut sie zu deinen Stromverbrauchern passt.
Warum der Zeitpunkt des Verbrauchs entscheidend ist
Viele Hausbesitzer kennen ihren Jahresstromverbrauch ziemlich genau. Doch für die Planung einer Photovoltaikanlage ist diese Zahl allein nur begrenzt hilfreich. Entscheidend ist nicht nur, wie viel Strom du verbrauchst, sondern wann du ihn verbrauchst.
PV-Anlagen produzieren ihren Strom überwiegend tagsüber. Wenn dein Verbrauch hauptsächlich morgens und abends stattfindet, passt das Lastprofil zunächst schlecht zur PV-Erzeugung. Genau hier setzen intelligente Planung, Speicher und Steuerung an.
Typische Stromverbraucher im Haushalt
Klassische Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Fernseher oder Router laufen kontinuierlich, verbrauchen aber vergleichsweise wenig Strom. Sie bilden die sogenannte Grundlast. Diese Grundlast ist ideal für Photovoltaik, weil sie dauerhaft einen Teil des Solarstroms aufnimmt.
Großverbraucher mit hohem Einfluss
Deutlich wichtiger für die Auslegung der PV-Anlage sind große Verbraucher: Wärmepumpe, Durchlauferhitzer, Klimagerät oder Wallbox. Sie haben einen hohen Leistungsbedarf und können – richtig eingesetzt – viel Solarstrom direkt nutzen.
Wärmepumpe: Chance und Herausforderung
Eine Wärmepumpe kann den Stromverbrauch eines Haushalts deutlich erhöhen. Gleichzeitig ist sie einer der besten Partner für Photovoltaik. Wenn sie tagsüber läuft oder gezielt gesteuert wird, kann sie große Mengen Solarstrom aufnehmen.
Ohne Abstimmung kann sie jedoch abends und nachts laufen und dann teuren Netzstrom verbrauchen. Deshalb sollte sie immer in die PV-Planung einbezogen werden.
Wallbox und E-Auto sinnvoll integrieren
Ein Elektroauto ist ein idealer Stromspeicher auf Rädern – wenn es tagsüber oder am Wochenende geladen werden kann. Eine Wallbox in Kombination mit PV ermöglicht hohe Eigenverbrauchsquoten, auch ohne großen stationären Speicher.
Warum diese Analyse vor dem Angebot wichtig ist
Wenn Anbieter deine Stromverbraucher kennen, können sie Anlage, Speicher und Steuerung passend auslegen. Das führt zu realistischen Angeboten und einer Anlage, die im Alltag wirklich funktioniert.
Über sonnify kannst du unverbindlich Angebote vergleichen, bei denen deine Verbrauchssituation von Anfang an berücksichtigt wird.
✅ Das solltest du tun
- ✔Du verstehst, warum das Lastprofil wichtiger ist als nur der Jahresverbrauch.
- ✔Du kannst große Verbraucher realistisch einordnen.
- ✔Du weißt, welche Geräte besonders PV-freundlich sind.
⛔ Das besser vermeiden
- ✖Nicht nur auf eine einzige Verbrauchszahl verlassen.
- ✖Großverbraucher nicht unkoordiniert laufen lassen.
Häufige Fragen zu Stromverbrauchern
Warum reicht der Jahresstromverbrauch nicht aus?
Weil er nichts darüber aussagt, wann der Strom verbraucht wird. Für PV ist der Zeitpunkt entscheidend.
Sind Wärmepumpe und PV eine gute Kombination?
Ja, wenn sie richtig geplant und gesteuert werden. Ohne Abstimmung kann viel Potenzial verloren gehen.
Macht eine Wallbox ohne Speicher Sinn?
Ja, vor allem bei Ost/West-Anlagen oder intelligenter Steuerung. Ein Speicher ist hilfreich, aber keine Pflicht.