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Wartung von Solaranlagen – 15 Tipps was wirklich nötig ist (2026 Guide)

Kosten · Förderung · Ertrag

Veröffentlicht am 17.06.2023 · Aktualisiert am 01.02.2026

Wartung von Solaranlagen – 15 Tipps was wirklich nötig ist (2026 Guide)

Muss eine Solaranlage gewartet werden? Klarer Überblick zu Modulen, Wechselrichter & Speicher – inkl. kostenloser Wartungs-Checkliste.

Bei Neukunden von Solaranlagen kommt fast immer dieselbe Frage auf: Muss eine Photovoltaikanlage eigentlich gewartet werden – und wenn ja, wie oft? Diese Frage ist absolut berechtigt. Schließlich kennt man es von Heizungsanlagen, Wärmepumpen oder Klimageräten, bei denen regelmäßige Wartungsverträge üblich und teilweise sogar vorgeschrieben sind.

Viele neue Betreiber einer Solaranlage gehen daher selbstverständlich davon aus, dass auch Solarmodule, Wechselrichter und Stromspeicher regelmäßig überprüft und gewartet werden müssen, um dauerhaft zuverlässig zu funktionieren. Diese Annahme ist nicht unbegründet – sie greift bei Photovoltaikanlagen jedoch nur sehr eingeschränkt.

In diesem ausführlichen Leitfaden klären wir:

  • ob Solaranlagen wirklich wartungsfrei sind
  • welche Bauteile kontrolliert werden sollten
  • wann eine Wartung sinnvoll oder notwendig ist
  • was Eigenheimbesitzer selbst übernehmen können
  • und wann ein Fachbetrieb eingeschaltet werden sollte

Am Ende erhältst du zusätzlich eine klare Wartungsübersicht sowie einen Hinweis auf den kostenlosen Wartungsplan von sonnify.de.

Was gehört alles zu einer Solaranlage?

Um das Thema Wartung korrekt einordnen zu können, ist es wichtig zu verstehen, aus welchen Komponenten eine moderne Photovoltaikanlage besteht. Je nach Ausbaustufe können diese leicht variieren, der grundsätzliche Aufbau ist jedoch immer ähnlich.

Eine typische Solaranlage für Einfamilienhäuser besteht aus:

  • Solarmodulen (Photovoltaikmodulen) auf dem Dach
  • Unterkonstruktion zur sicheren Befestigung
  • DC-Verkabelung Gleichstrom
  • Wechselrichter zur Umwandlung in Wechselstrom
  • AC-Verkabelung und Zählertechnik
  • optional: Stromspeicher (Batteriespeicher)
  • optional: Energiemanagement-System / App-Überwachung

Jede dieser Komponenten hat unterschiedliche Anforderungen an Kontrolle, Wartung und Lebensdauer.

Sind Solaranlagen wartungsfrei?

Kurz gesagt: Ja – größtenteils. Aber: *wartungsfrei* bedeutet nicht *kontrollfrei*.

Photovoltaikanlagen gehören zu den langlebigsten und wartungsärmsten technischen Anlagen im Haushalt. Das liegt vor allem daran, dass:

  • Solarmodule keine beweglichen Teile besitzen
  • moderne Wechselrichter selbstüberwachend arbeiten
  • Stromspeicher geschlossen und wartungsfrei konstruiert sind
  • alle relevanten Daten digital auslesbar sind

Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine Überprüfung sinnvoll oder sogar notwendig ist – zum Beispiel nach Unwettern, bei Leistungsabfall oder bei sichtbaren Veränderungen.

Wartung der Solarmodule – Mythos vs. Realität

Neigung und Selbstreinigung

In rund 95 % aller Fälle werden Solarmodule mit einer Neigung zwischen 10 und 45 Grad montiert – idealerweise zwischen 30 und 45 Grad. Diese Neigung sorgt dafür, dass Regenwasser effektiv über die Moduloberfläche abläuft.

Moderne Solarmodule verfügen zusätzlich über eine haftungsarme Spezialbeschichtung, die:

  • Staubpartikel
  • Pollen
  • Ruß
  • Vogelkot

nur schlecht anhaften lässt.

Das Ergebnis: Regen übernimmt die Reinigung automatisch.

Wann ist eine Modulreinigung sinnvoll?

In den allermeisten Regionen Deutschlands ist keine regelmäßige Reinigung notwendig. Dennoch gibt es Ausnahmen:

  • Anlagen in der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben
  • starke Feinstaubbelastung (Industrie, Autobahnen)
  • Module mit sehr geringer Neigung (Flachdächer)
  • langanhaltende Trockenperioden
  • sichtbare Verschmutzung durch Vogelkot oder Blütenstaub

In diesen Fällen kann eine Reinigung alle 3–5 Jahre sinnvoll sein.

Kann man Solarmodule selbst reinigen?

Ja – mit Einschränkungen.

Geeignet:

  • Gartenschlauch mit klarem Wasser
  • weiche Bürste oder Schwamm
  • Reinigung vom Boden aus (wenn erreichbar)

Nicht geeignet:

  • Hochdruckreiniger
  • aggressive Reinigungsmittel
  • harte Bürsten oder Scheuerschwämme
  • Begehen der Module

Wichtig: Arbeiten auf dem Dach sind gefährlich. Bei Unsicherheit sollte immer ein Fachbetrieb beauftragt werden.

Wechselrichter – das Herz der Anlage

Der Wechselrichter ist das zentrale technische Bauteil der Solaranlage. Er wandelt den von den Modulen erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um.

Wartungsaufwand beim Wechselrichter

  • keine klassische Wartung notwendig
  • automatische Selbstdiagnose
  • permanente Leistungsüberwachung
  • Fehleranzeige über Display oder App

Die meisten Wechselrichter haben eine Lebensdauer von 10–15 Jahren, hochwertige Modelle oft deutlich länger.

Was sollte kontrolliert werden?

Auch wenn keine Wartung nötig ist, sollten Betreiber regelmäßig prüfen:

  • zeigt das Display oder die App Fehlermeldungen?
  • arbeitet der Wechselrichter ungewöhnlich laut?
  • ist der Aufstellort staubfrei und gut belüftet?
  • wurden Lüftungsschlitze blockiert?

Eine einfache Sicht- und App-Kontrolle reicht meist völlig aus.

Stromspeicher – wartungsfrei, aber überwachbar

Moderne Batteriespeicher sind komplett geschlossen, temperaturüberwacht und elektronisch gesichert.

Eigenschaften moderner Stromspeicher

  • keine Flüssigkeiten
  • kein Nachfüllen
  • kein Zellentausch
  • automatische Lade- und Entladeüberwachung
  • Lebensdauer von 10–20 Jahren

Über die Hersteller-App lassen sich jederzeit prüfen:

  • Ladezustand
  • Ladezyklen
  • Effizienz
  • eventuelle Warnmeldungen

Eine Wartung ist nicht notwendig.

Verkabelung & Unterkonstruktion – selten beachtet, aber wichtig

Diese Komponenten werden oft vergessen, spielen aber für die Sicherheit eine wichtige Rolle.

Wann prüfen?

  • nach starken Stürmen
  • nach Hagel
  • bei Dacharbeiten
  • bei sichtbaren Beschädigungen

Was prüfen?

  • lockere Kabel
  • beschädigte Isolierung
  • lose Modulklemmen
  • Korrosion an Metallteilen

Diese Kontrollen sollten durch einen Fachbetrieb erfolgen.

Überwachung per App – die wichtigste „Wartung“

Fast alle modernen Solaranlagen verfügen über eine App- oder Web-Überwachung. Sie ist das wichtigste Werkzeug für Anlagenbetreiber.

Vorteile der App-Überwachung

  • tägliche Ertragskontrolle
  • Vergleich mit Vortagen / Vorjahren
  • automatische Störungsmeldung
  • schnelle Fehlererkennung
  • keine technische Vorkenntnis nötig

Ein plötzlicher Leistungsabfall ist meist der erste Hinweis auf ein Problem – lange bevor ein Defekt entsteht.

Typische Anzeichen für Wartungsbedarf

Auch wenn Solaranlagen wartungsarm sind, solltest du aufmerksam werden bei:

  • dauerhaft sinkendem Ertrag
  • kompletten Ertragsausfällen
  • Fehlermeldungen in der App
  • ungewöhnlichen Geräuschen
  • sichtbaren Schäden an Modulen

In diesen Fällen ist eine fachliche Prüfung dringend empfohlen.

Versicherung & Wartung – ein oft unterschätzter Punkt

Viele Gebäude- oder Photovoltaik-Versicherungen verlangen:

  • regelmäßige Sichtkontrollen
  • Nachweise bei Schäden
  • fachgerechte Reparaturen

Ein dokumentierter Wartungs- oder Kontrollplan kann im Schadensfall entscheidend sein.

Kostenloser Wartungsplan von sonnify.de

Gerade für neue Anlagenbetreiber ist es schwer, den Überblick zu behalten. Deshalb bietet sonnify.de nach kostenloser Anmeldung einen digitalen Wartungs- und Kontrollplan an.

Vorteile des Wartungsplans

  • übersichtliche Wartungsintervalle
  • Erinnerungen an empfohlene Sichtprüfungen
  • klare Checklisten für Eigentümer
  • ideal für Eigenheimbesitzer
  • 100 % kostenlos

So weißt du jederzeit, was sinnvoll ist – und was nicht nötig ist.

Wartungsübersicht: Was, wo und wie oft prüfen?

Solarmodule

  • Was: Verschmutzung, Beschädigung
  • Wo: Dach
  • Wie oft: Sichtprüfung 1× jährlich
  • Wie: Vom Boden aus oder per Fachbetrieb

Wechselrichter

  • Was: Fehlermeldungen, Geräusche
  • Wo: Keller, Garage, Technikraum
  • Wie oft: monatlich per App
  • Wie: App-Kontrolle, Sichtprüfung

Stromspeicher

  • Was: Ladezustand, Warnmeldungen
  • Wo: Technikraum
  • Wie oft: automatisch / App
  • Wie: keine Wartung nötig

Verkabelung

  • Was: Sitz, Beschädigung
  • Wo: Dach, Technikbereich
  • Wie oft: alle 5 Jahre oder nach Sturm
  • Wie: Fachbetrieb

Unterkonstruktion

  • Was: Festsitz, Korrosion
  • Wo: Dach
  • Wie oft: nach Unwettern
  • Wie: Fachbetrieb

Weniger Wartung geht kaum

Solaranlagen gehören zu den pflegeleichtesten Investitionen, die ein Eigenheimbesitzer tätigen kann. Mit minimalem Aufwand, regelmäßiger App-Kontrolle und gelegentlicher Sichtprüfung läuft eine PV-Anlage jahrzehntelang zuverlässig.

Wer zusätzlich auf einen strukturierten Überblick setzen möchte, kann mit dem kostenlosen Wartungsplan von sonnify.de sicherstellen, nichts zu vergessen – ohne unnötige Wartungskosten.

Kostenloser Wartungsplan für deine Solaranlage

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