Förderung und steuerliche Vorteile für Photovoltaik
Seit der Einführung der 0-Prozent-Mehrwertsteuer auf Photovoltaikanlagen profitieren Hausbesitzer in Deutschland besonders stark vom Umstieg auf Solarenergie.
Beim Kauf und der Installation einer PV-Anlage entfällt die Mehrwertsteuer vollständig, wodurch sich die Investitionskosten direkt um mehrere tausend Euro reduzieren.
Zusätzlich stehen staatliche Förderprogramme wie die KfW-Kredite zur Verfügung, mit denen sich Photovoltaikanlagen, Stromspeicher und Wallboxen besonders günstig finanzieren lassen.
Auch die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bleibt ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftlichkeit. Für jede Kilowattstunde Solarstrom, die du in das öffentliche Netz einspeist, erhältst du eine feste Vergütung über 20 Jahre. In Kombination mit dem Eigenverbrauch sorgt das dafür, dass sich eine Solaranlage meist schon nach wenigen Jahren amortisiert.
Wie viel Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage?
Der Ertrag einer PV-Anlage hängt von mehreren Faktoren ab: Dachausrichtung, Dachneigung, Standort, Modulleistung und Verschattung. In Deutschland erzeugt eine Solaranlage im Durchschnitt zwischen 900 und 1.100 Kilowattstunden pro installiertem Kilowattpeak (kWp) und Jahr.
Eine typische 8-kWp-Anlage liefert also rund 7.200 bis 8.800 kWh Strom jährlich – genug, um einen Großteil des Strombedarfs eines Einfamilienhauses zu decken.
Mit einem Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Statt überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen, speicherst du ihn und nutzt ihn abends oder nachts. Dadurch kannst du deine Autarkiequote auf 60 bis 80 Prozent steigern und deine Stromkosten langfristig massiv senken.
Welche Voraussetzungen muss dein Dach erfüllen?
Fast jedes Dach eignet sich für eine Photovoltaikanlage. Besonders gute Erträge erzielen Dächer mit Südausrichtung und einer Neigung zwischen 25 und 35 Grad.
Aber auch Ost- und Westdächer können wirtschaftlich sehr attraktiv sein, da sie den Strom gleichmäßiger über den Tag verteilen. Wichtig ist vor allem, dass das Dach möglichst wenig verschattet ist und die Dachkonstruktion die zusätzliche Last der Module tragen kann.
Moderne Montagesysteme ermöglichen die Installation auf nahezu allen Dachtypen – von Ziegeldächern über Blechdächer bis hin zu Flachdächern. Selbst ältere Häuser können problemlos mit einer PV-Anlage nachgerüstet werden.
Lohnt sich eine Solaranlage finanziell?
Eine Photovoltaikanlage ist heute eine der rentabelsten Investitionen für Hausbesitzer. Durch steigende Strompreise, steuerliche Vorteile und hohe Eigenverbrauchsquoten lassen sich jährliche Einsparungen von mehreren tausend Euro erzielen.
Die meisten PV-Anlagen amortisieren sich innerhalb von 8 bis 12 Jahren – bei einer Lebensdauer von über 25 Jahren bedeutet das jahrzehntelangen kostenlosen Strom.
Mit dem Sonnify-Wirtschaftlichkeitsrechner kannst du genau berechnen, wie viel deine Solaranlage kostet, wie hoch dein jährlicher Ertrag ist und wann sich die Investition für dich rechnet.