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Die Sonneneinstrahlung beeinflusst den Ertrag einer Photovoltaikanlage. Der Wert der jährlichen durchschnittlichen Sonneneinstrahlung wird als "Globalstrahlung" bezeichnet und beträgt in etwa 1000 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²). Wie hoch die Sonneneinstrahlung in den verschiedenen Teilen Deutschlands ist und was sie beeinflusst, zeigen wir dir hier in diesem Artikel.

Kosten · Förderung · Ertrag

Veröffentlicht am 05.08.2023 · Aktualisiert am 01.02.2026

Sonneneinstrahlung in Deutschland: Wie viel Solarstrom ist möglich?

Wie hoch ist die Sonneneinstrahlung in Deutschland? Erfahre, was 1.000 kWh/m² für Photovoltaik bedeuten und wie viel Solarstrom du реально erzeugen kannst.

Jährliche Sonneneinstrahlung in Deutschland – Grundlage für effiziente Photovoltaik

In Deutschland liegt die durchschnittliche jährliche Sonneneinstrahlung bei etwa 1.000 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²). Dieser Wert wird als Globalstrahlung bezeichnet und beschreibt die gesamte auf eine Fläche treffende Sonnenenergie. Die Globalstrahlung setzt sich aus direkter Sonnenstrahlung, die unmittelbar von der Sonne auf die Erdoberfläche trifft, sowie aus diffuser Strahlung, die durch Wolken, Staubpartikel und Gase in der Atmosphäre gestreut wird, zusammen.

Gerade für die Planung und Wirtschaftlichkeitsberechnung von Photovoltaikanlagen ist dieser Wert von zentraler Bedeutung. Denn er bestimmt maßgeblich, wie viel Solarstrom eine PV-Anlage in einer bestimmten Region langfristig erzeugen kann. Deutschland bietet trotz seines gemäßigten Klimas überraschend gute Voraussetzungen für die solare Stromerzeugung, insbesondere im südlichen und südwestlichen Raum.

Zur besseren Einordnung stellt der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine frei zugängliche, regelmäßig aktualisierte Deutschlandkarte zur Globalstrahlung bereit. Diese Karte ermöglicht eine regionale Einschätzung der solaren Einstrahlung und ist eine wertvolle Planungsgrundlage für Hausbesitzer und Investoren: ???? dwd.de Strahlungskarten

Monatliche Schwankungen der Sonneneinstrahlung in Deutschland

Die Sonneneinstrahlung ist in Deutschland nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt, was sich direkt auf die Stromproduktion von Photovoltaikanlagen auswirkt. Während die Sommermonate hohe Einstrahlungswerte und lange Tageslichtphasen bieten, fällt die solare Energieausbeute im Winter deutlich geringer aus. Besonders zwischen November und Februar sind Ertragseinbußen normal und technisch bedingt.

Auch innerhalb eines Tages schwankt die Sonneneinstrahlung erheblich. Bewölkung, Nebel, Regen oder hohe Luftfeuchtigkeit können die Einstrahlungsintensität kurzfristig stark reduzieren. Selbst an sonnigen Tagen entstehen durch den Sonnenstand und atmosphärische Effekte deutliche Leistungsschwankungen. Moderne PV-Anlagen sind zwar in der Lage, auch diffuse Strahlung zu nutzen, erreichen ihre Spitzenleistung jedoch nur bei optimalen Bedingungen.

Für eine realistische Ertragsprognose reicht es daher nicht aus, ausschließlich die jährliche Globalstrahlung zu betrachten. Monatliche und tägliche Einstrahlungsprofile spielen eine entscheidende Rolle. Auf Basis langjähriger statistischer Wetter- und Strahlungsdaten lassen sich jedoch sehr präzise Ertragsmodelle erstellen, die heute standardmäßig bei der Planung von Solarkraftwerken eingesetzt werden.

Sparen durch Solarkraftwerke – wirtschaftlicher Nutzen im Alltag

Solarkraftwerke ermöglichen privaten Haushalten erhebliche Einsparungen bei den Stromkosten. Wie hoch diese Einsparungen tatsächlich ausfallen, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die Größe der Photovoltaikanlage, der jährliche Stromverbrauch, der Eigenverbrauchsanteil sowie die aktuellen Strompreise. Auch staatliche Förderungen und Vergütungsmodelle beeinflussen die Wirtschaftlichkeit maßgeblich.

Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 10 kWp erzeugt in Deutschland im Durchschnitt etwa 9.000 bis 10.000 kWh Strom pro Jahr. Bei einem angenommenen Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich ein theoretisches Einsparpotenzial von bis zu 4.000 Euro jährlich, sofern der gesamte Strom selbst genutzt würde. In der Praxis liegt der Eigenverbrauch jedoch meist zwischen 30 und 70 Prozent.

Bei einem Eigenverbrauch von 70 Prozent können Haushalte jährlich rund 2.500 Euro an Stromkosten einsparen. Zusätzlich entsteht ein finanzieller Vorteil durch die Einspeisung überschüssigen Stroms ins öffentliche Netz, für den eine gesetzlich geregelte Einspeisevergütung gezahlt wird. Die Höhe dieser Vergütung richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme und den jeweils gültigen Fördersätzen.

Darüber hinaus existieren in Deutschland zahlreiche Förderprogramme, die den Kauf und die Installation von Solarkraftwerken unterstützen. Dazu zählen Einspeisevergütungen, regionale Zuschüsse, steuerliche Vorteile sowie Förderkredite. Diese Maßnahmen senken die Investitionskosten erheblich und verkürzen die Amortisationszeit einer PV-Anlage deutlich.

Solarkraftwerke für Einfamilienhäuser – sinnvoll und zukunftssicher

Solarkraftwerke für Einfamilienhäuser haben sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Baustein der privaten Energiewende entwickelt. Sie ermöglichen Hausbesitzern, eigenen Strom zu produzieren, langfristig Kosten zu senken und sich unabhängiger von steigenden Energiepreisen zu machen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen.

Die optimale Größe eines Solarkraftwerks hängt vom individuellen Strombedarf, der verfügbaren Dachfläche und der gewünschten Eigenverbrauchsquote ab. Je besser die Anlage auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt ist, desto wirtschaftlicher arbeitet sie. Besonders wichtig sind dabei die Ausrichtung der Module, die Dachneigung und mögliche Verschattungen.

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenenergie mithilfe von Solarzellen in elektrische Energie um. Die Solarzellen bestehen meist aus Silizium-Halbleitern, die Licht in Gleichstrom umwandeln. Ein Wechselrichter transformiert diesen Gleichstrom anschließend in haushaltsüblichen Wechselstrom, der direkt genutzt oder ins Netz eingespeist werden kann.

Die Leistung einer PV-Anlage wird in Kilowatt Peak (kWp) angegeben und beschreibt die maximale Leistung unter optimalen Bedingungen. In Deutschland liegen typische Anlagen für Einfamilienhäuser zwischen 1 kWp und 10 kWp. Eine optimale Modul-Ausrichtung und -Neigung verlängert die tägliche Einstrahlungsdauer und steigert damit den Gesamtertrag erheblich.

Wie beeinflusst die jährliche Sonneneinstrahlung die Klimaerwärmung?

Die Klimaerwärmung wirkt sich langfristig auch auf die Sonneneinstrahlung aus. Veränderungen in der Atmosphäre, veränderte Wolkenbildung und neue Wetterverhältnisse können regionale Schwankungen der solaren Einstrahlung verursachen. Wissenschaftliche Modelle gehen davon aus, dass sich die Sonneneinstrahlung in vielen Regionen Europas langfristig leicht erhöhen könnte.

Für Deutschland wird insgesamt eine moderate Zunahme der Sonneneinstrahlung prognostiziert. Dies kann sich positiv auf die Leistung von Photovoltaikanlagen auswirken und zu höheren jährlichen Stromerträgen führen. Gleichzeitig müssen jedoch auch Begleiterscheinungen wie längere Trockenperioden, Extremwetterereignisse und steigende Temperaturen berücksichtigt werden.

Insgesamt zeigt sich, dass die Solarenergie trotz klimatischer Veränderungen ein stabiles und zukunftsfähiges Fundament für die Stromversorgung darstellt. Moderne PV-Anlagen sind zunehmend widerstandsfähig gegenüber extremen Wetterbedingungen und profitieren sogar von längeren Sonnenperioden.

Zusammenfassung und Einschätzung

Die durchschnittliche jährliche Sonneneinstrahlung in Deutschland liegt bei rund 1.000 kWh/m² und bietet eine solide Grundlage für die Nutzung von Solarenergie. Zwar schwankt die Einstrahlung regional sowie saisonal, dennoch ermöglichen moderne Photovoltaikanlagen eine zuverlässige und wirtschaftliche Stromproduktion.

Solarkraftwerke für Einfamilienhäuser bieten erhebliche Einsparpotenziale, reduzieren die Abhängigkeit vom Strommarkt und steigern die langfristige Planungssicherheit. Durch eine optimale Ausrichtung, effiziente Technik und einen hohen Eigenverbrauch lassen sich maximale Erträge erzielen.

Auch im Kontext der Klimaerwärmung bleibt die Solarenergie eine der wichtigsten Säulen der Energiewende. Die erwartete Zunahme der Sonneneinstrahlung in Deutschland verstärkt dieses Potenzial zusätzlich und macht Photovoltaik zu einer nachhaltigen Investition in die Zukunft.

Zukunft der Stromerzeugung durch Photovoltaik

Trotz bestehender Herausforderungen ist die Solarenergie eine der kosteneffizientesten und nachhaltigsten Energiequellen unserer Zeit. In Deutschland hat der Ausbau von Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren stark zugenommen, unterstützt durch politische Maßnahmen, Förderprogramme und technologische Fortschritte.

Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung der Solarenergie weiter wachsen wird. Sinkende Kosten für Solarmodule, effizientere Wechselrichter und verbesserte Stromspeicherlösungen erhöhen die Attraktivität von PV-Anlagen kontinuierlich. Gleichzeitig trägt der Ausbau der Solarenergie entscheidend zur Erreichung der Klimaziele bei.

Insgesamt bietet die Photovoltaik in Deutschland ein enormes Potenzial für eine saubere, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung. Der konsequente Ausbau von Solarkraftwerken ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und unabhängigen Stromversorgung der Zukunft.

Regionale Unterschiede der Sonneneinstrahlung in Deutschland – FAQ

Wie unterscheidet sich die Sonneneinstrahlung zwischen Nord- und Süddeutschland?

Die Sonneneinstrahlung unterscheidet sich in Deutschland spürbar zwischen Nord- und Südregionen, wobei Süddeutschland im Jahresdurchschnitt höhere Einstrahlungswerte erreicht. Während in Norddeutschland durchschnittlich etwa 900 bis 1.000 kWh pro Quadratmeter und Jahr gemessen werden, liegen die Werte in Süddeutschland häufig zwischen 1.050 und 1.150 kWh pro Quadratmeter. Diese Unterschiede ergeben sich aus der geografischen Lage, der Höhenstruktur und der statistisch geringeren Wolkenbedeckung im Süden.

Ist eine Photovoltaikanlage in Norddeutschland wirtschaftlich sinnvoll?

Auch in Norddeutschland ist der Betrieb einer Photovoltaikanlage wirtschaftlich sinnvoll und langfristig rentabel. Moderne Solarmodule sind darauf ausgelegt, nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung, sondern auch bei diffusem Licht effizient Strom zu erzeugen. Zwar fallen die jährlichen Erträge im Norden etwas geringer aus als im Süden, dennoch können Haushalte durch hohen Eigenverbrauch, steigende Strompreise und Förderungen erhebliche Kosten einsparen.

Wie hoch ist der durchschnittliche PV-Ertrag im Süden Deutschlands?

In Süddeutschland erzielen Photovoltaikanlagen besonders hohe Jahreserträge, da die Sonneneinstrahlung hier überdurchschnittlich hoch ist. Pro installiertem Kilowattpeak können Anlagen im Süden häufig zwischen 1.050 und 1.150 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Diese höheren Erträge wirken sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit aus und verkürzen die Amortisationszeit der Anlage spürbar.

Welche Rolle spielt diffuse Sonneneinstrahlung im Norden Deutschlands?

In Norddeutschland spielt die diffuse Sonneneinstrahlung eine besonders wichtige Rolle für die Stromerzeugung durch Photovoltaik. Durch häufigere Wolken und wechselhafte Wetterlagen entsteht ein hoher Anteil gestreuten Lichts, das von modernen Solarmodulen sehr effizient genutzt werden kann. Dadurch bleibt die Stromproduktion auch an bewölkten Tagen stabil, was den PV-Ertrag insgesamt zuverlässig macht.

Gibt es regionale Unterschiede bei der optimalen Ausrichtung von Solarmodulen?

Die optimale Ausrichtung von Solarmodulen ist in ganz Deutschland ähnlich, unterscheidet sich jedoch leicht je nach Region. In Süddeutschland werden Südausrichtungen mit etwa 30 bis 35 Grad Neigung bevorzugt, während in Norddeutschland flachere Neigungen oft vorteilhaft sind, um diffuse Einstrahlung besser zu nutzen. In beiden Regionen können Ost-West-Ausrichtungen sinnvoll sein, um den Eigenverbrauch über den Tag zu erhöhen.

Lohnt sich eine größere PV-Anlage im Norden im Vergleich zum Süden?

Im Norden Deutschlands kann es sinnvoll sein, eine etwas größere Photovoltaikanlage zu installieren, um geringere Einstrahlungswerte auszugleichen. Durch zusätzliche Modulfläche lassen sich die jährlichen Stromerträge erhöhen, wodurch sich der Eigenverbrauch steigert und der Bezug von Netzstrom weiter reduziert. Wirtschaftlich bleibt diese Strategie insbesondere bei ausreichend großer Dachfläche attraktiv.

Wie wirken sich regionale Unterschiede auf die Amortisationszeit aus?

Die Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage ist in Süddeutschland aufgrund höherer Erträge meist etwas kürzer als im Norden. Während sich Anlagen im Süden häufig nach acht bis zehn Jahren amortisieren, liegt die Amortisationszeit im Norden meist nur geringfügig darüber. Dank hoher Strompreise und Eigenverbrauchsoptimierung bleiben PV-Anlagen jedoch in beiden Regionen eine langfristig lohnende Investition.

Welche Region ist besser für Photovoltaik geeignet – Nord oder Süd?

Grundsätzlich eignet sich ganz Deutschland sehr gut für Photovoltaik, unabhängig von der Region. Zwar bietet Süddeutschland bessere Einstrahlungswerte, doch auch Norddeutschland ermöglicht zuverlässige und wirtschaftliche Stromerträge. Entscheidend sind weniger regionale Unterschiede als vielmehr eine fachgerechte Planung, optimale Modul­ausrichtung und eine hohe Eigenverbrauchsquote.

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